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Volatilitätsindex nach Trumps Zoll-Tweet seit langem wieder über 20 Punkte

Meistens kommt es anders, als man zunächst annimmt. Auch in der vergangenen Woche kam es anders, als gedacht. Einige Wochen schon galt der US-Notenbanktermin am vergangenen Mittwochabend als elementar wichtig für die Entwicklung der Märkte. Doch was den Dow Jones über 800 Punkte kostete war nicht die Geldpolitik, sondern ein Tweet von US-Präsident Donald Trump am Donnerstagabend.

Ab September, so Trump via Twitter, sollen die verbliebenen zollfreien Chinaexporte in Richtung USA mit zehn Prozent verzollt werden. Der Handelskonflikt, der sich zuletzt etwas beruhigt hatte und der berechtigte Hoffnungen aufkeimen ließ, bald eine Einigung erreichen zu können, flammte abrupt wieder auf. Kein Deal, Gespräche ohne Ergebnisse und nun weitere Zölle – einen Schritt vor und zwei zurück. Chinas Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Sollte Amerika die angedrohten Zölle tatsächlich in die Tat umsetzen, so werde man mit Vergeltung reagieren. Es gebe noch genug Hebel in chinesischer Hand, die man gegen Amerika in Bewegung setzen könne, so gab die chinesische Regierung bekannt. Der Ölpreis implodierte nach Trumps Tweet, weil inzwischen jedem klar ist, dass der Handelskrieg eine wahre Gefahr für die Weltkonjunktur darstellt. Eine schwächelnde Konjunktur geht letztendlich mit einer geringeren Ölnachfrage einher, was der Ölmarkt prompt einpreiste.

Nachrichtentechnisch sind für die neue Woche besonders der Zinsentscheid der australischen Notenbank am Dienstag sowie der Zinsentscheid der neuseeländischen Notenbank am Mittwoch zu beachten. Hinzu kommt der EZB-Monatsbericht sowie das BIP aus Japan und Großbritannien.

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