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Verrückte Handelswoche endet nahezu plus-minus-null

Die Woche um den Monatswechsel herum war geprägt von geld- und handelspolitischen Manövern der Amerikaner, die prompt von Abverkäufen an den Aktienmärkten gefolgt waren. Am vergangenen Montag schien der Abverkauf erst so richtig Fahrt aufzunehmen. Erinnerungen an den 19. Oktober 1987, der als schwarzer Montag der Wallstreet in die Geschichte einging, wurden wach, als der S&P 500 rund 3,5 Prozent verlor. An den vier folgenden Tagen der Handelswoche hatte man jedoch den Eindruck, Trumps Zolldrohung hätte es nie gegeben. Bis zum Wochenende erholten sich die Märkte vom Schrecken des Montags und schlossen mehr oder weniger auf der Nulllinie. Was seit Monaten auffällt ist, dass das Volumen besonders in den Korrekturen gen Norden sehr niedrig ist.

Inzwischen behaupten böse Zungen, Trump treibe die landeseigene Notenbank FED gerade zu in einen Währungskrieg mit China. FED-Chef Powell hatte am vorletzten Mittwoch klar gemacht, dass die FED bereit sei, insbesondere im Falle sich verschärfender Handelsstreitigkeiten, die Zinsen weiter zu lockern, um der US-Wirtschaft den Rücken zu stärken. Dass keine 24 Stunden später US-Präsident Trump, der den US-Dollar deutlich abgewertet sehen will, genau in diese Kerbe hineinschlägt, kann kein Zufall sein, so die Meinung einiger Experten. Trump lasse den Handelskrieg bewusst weiter eskalieren, um die FED zu weiteren Zinssenkungen zu bewegen. Eine gewagte These, doch Donald Trump ist diese Strategie definitiv zuzutrauen. Ebenso soll es kein Zufall sein, dass die angedrohte Zollerhöhung gegen China Anfang September in Kraft treten soll. Zwei Wochen danach treffen sich die Notenbanker Amerikas erneut, um die nächste Zinsentscheidung zu treffen. Man könnte also meinen, Trump plane die nächsten Schritte sehr sorgfältig, um weitere Zinssenkungen zu provozieren. Insofern bleibt das Thema mindestens bis Mitte September weiter heiß, denn insbesondere mögliche Vergeltungstaten Chinas sind weiterhin zu erwarten.

Nachrichtentechnisch ist die neue Woche unverhältnismäßig ruhig. Es stehen die üblichen, turnusmäßigen Konjunkturdaten an, jedoch ohne etwa die Beteiligung von wichtigen Notenbanken oder ähnlichem.

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