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US-Indizes im Abwärtstrend

Die Streitigkeiten zwischen China und den USA, die zuletzt beim Thema Huawei ihren bisherigen Eskalationsgipfel erreicht haben, hinterlassen nun auch charttechnisch ihre Spuren. Die wichtigsten US-Aktienindizes S&P500, DowJones und Nasdaq haben ihre seit Jahresbeginn intakten Aufwärtstrends gebrochen und Abwärtstrends gebildet. Auf Wochensicht verloren die Indizes zwischen zwei und drei Prozent und befinden sich nun trendtechnisch innerhalb einer fortgeschrittenen Bewegung. Sofern eine Korrektur erfolgt und erste Schwächezeichen aufkommen, so kann mit dem Abwärtstrend im Rücken in Shortrichtung gehandelt werden.

Auf deutscher bzw. europäischer Seite sieht es ähnlich aus. Der deutsche Leitindex DAX, zuletzt etwas schwächer als der breiter gefasste EuroStoxx, hat ebenfalls einen Abwärtstrend gebildet. Hier ist der Aufwärtstrend allerdings noch intakt, sodass zwei entgegengesetzte Trends bestehen. Der EuroStoxx ist zunächst an der 200-Tage-Linie abgeprallt. Sollte diese Hürde in den nächsten Tagen unterschritten werden, so ist auch hier der Weg in Richtung Süden frei. Bis zum Tief vom Jahresende 2018 besteht Verlustpotenzial von rund elf Prozent.

Von besonderem Interesse ist derzeit der Fortgang des Handelskonflikts. Nachdem die USA den chinesischen Telekommunikationskonzern Huawei in die Mangel genommen haben darf man gespannt abwarten, wie China reagierten wird. Gerüchten zufolge plant China den Exportstopp von Seltenen Erden in die USA, ein Schachzug, mit dem China vor allem die Produktion von Amerikas Technologiesektor empfindlich treffen würde. China ist im Bereich Seltener Erden aufgrund seiner Fördermengen quasi unverzichtbar für Amerika. Verschiedene Medien bezeichnen die Situation inzwischen als Kalten Krieg zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt. Eine derartige Maßnahme Chinas würde die Situation auf eine ganz neue Eskalationsstufe katapultieren und könnte für die US-Aktienmärkte verheerende Folgen haben. Insbesondere die US-Tech-Werte haben den Aufschwung der letzten Jahre zu verantworten.

Der Nachrichtenkalender hält folgende unbedingt zu beachtende Termine für die neue Woche bereit: Am Dienstag entscheidet die Australische Notenbank über ihren Leitzins. Am Nachmittag spricht US-Notenbankchef Powell. Am Donnerstag ist erneut Notenbank-Tag. Die EZB trifft ihre Zinsentscheidung, gefolgt von der EZB-Pressekonferenz. Am Freitag kommen Wirtschaftsnachrichten aus Amerika. Die Non-Farm-Payrolls und die Arbeitslosenquote können je nach Entwicklung für unvorhersehbare Bewegungen an den Märkten führen.

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