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Nachschusspflicht bei BANX Trading

Im Juni dieses Jahres hat der Online Broker GKFX die Nachschusspflicht abgeschafft und damit eine wichtige Auflage der deutschen Aufsichtsbehörden umgesetzt. Auch andere Online Broker sind in den letzten Monaten mit diesem Schritt einem Rechtsstreit mit der BaFin zuvorgekommen. Denn die Nachschusspflicht war den deutschen sowie einigen anderen europäischen Aufsichtsbehörden schon länger ein Dorn im Auge. Mit einem effektiven Schutz der Verbraucherrechte ist die sogenannte Nachschusspflicht demnach nicht in Einklang zu bringen. Mit diesem Schritt haben sich die Anbieter von sogenannten CFDs auch ihre unmittelbare Zukunft gesichert. Denn ohne eine Abschaffung der Nachschusspflicht hätte wohl oder übel der Entzug der Lizenz gedroht. Für die Trader, die bei einem Online Broker ohne Nachschusspflicht aktiv sind, hat dieser Schritt natürlich einige wichtige Auswirkungen. Vor allem sinkt das Risiko im Handel mit CFDs.

Von Bedeutung ist die Nachschusspflicht bzw. deren Abschaffung zunächst ausschließlich für Trader, die auf sogenannte CFDs, oder auch Contracts for Difference, so der ausführliche Name, setzen. Anders als im regulären Handel von physischen Aktien oder auch anderen Börsenprodukten, wie Indizes oder Anleihen wird bei CFDs nur ein Kontrakt erworben, dessen Wertentwicklung sich direkt an einem entsprechenden Basiswert, auch Underlying genannt, orientiert. Diese Form des Handels bietet einige Besonderheiten. So können die unterschiedlichsten Produkte zu moderaten Stückpreisen erworben werden, neben Aktien und Anleihen etwa auch Rohstoffe, Edelmetalle oder Währungen. Jedem CFD liegt dabei ein bestimmtes Hebelverhältnis zugrunde. Dieses kann von einem Verhältnis von 1:1 bis hin zu 1:500 oder auch noch höher reichen. Neben der Möglichkeit für die Trader, auf ein deutlich breiteres Spektrum von Handelsinstrumenten zugreifen zu können, bestehen je nach Hebelverhältnis aber auch deutlich höhere Gewinnchancen, sowie im Gegensatz dazu auch stärkere Verlustrisiken. Kursveränderungen, die beim jeweiligen Basiswert auftreten, werden entsprechend des festgelegten Hebels vervielfacht. Hierfür muss dann aber jeweils eine Sicherheitsleistung, die sogenannten Margin hinterlegt werden.

Bereits kleine Kursveränderungen in die vom Trader erwartete Richtung können dabei große Gewinne bedeuten. Demgegenüber stehen aber natürlich ebenso massive Verlustrisiken, die unter Umständen auch über den eigentlichen finanziellen Einsatz des Traders hinausgehen können. Treten solche Verluste ein und reicht die vorhandene Margin nicht mehr aus, griff bisher die sogenannte Nachschusspflicht. Die Trader wurden dazu aufgefordert, entsprechend Kapital nachzuschießen. Diese Forderungen wurden unter Umständen auch auf dem Rechtsweg durchgesetzt. Bei besonders starken und unerwarteten Kursveränderungen hat diese Praxis zu Verlusten geführt, die einige Trader, aber auch ganze Brokerhäuser an den Rand der Insolvenz gebracht haben.

Bekanntestes Beispiel aus der Vergangenheit ist der plötzliche Kurssprung des Schweizer Franken, als die Nationalbank unerwartet bekanntgab, die entsprechende Politik zur Stabilisierung des Schweizer Frankens aufzugeben. Für einige Trader, die mit hohen Hebeln im Franken investiert waren, bedeutete dies selbst bei moderaten Positionen im Bereich von einigen 100 Euro Nachschusspflichten im fünf- oder sogar sechsstelligen Bereich. Bei höheren Einsätzen wurden sogar Millionenbeträge fällig, die die Betroffenen finanziell ruinierten.

Mit der neuen Regelung ist es nun aber ausgeschlossen, dass private Trader derartige Nachschusspflichten treffen. Stattdessen werden Positionen bei plötzlichen Kursveränderungen vorm Broker automatisch glattgestellt. Der maximale Verlust, der dabei auftreten kann, ist dabei der aktuelle Einsatz. Damit wurde für die Trader bei GKFX und auch bei anderen Brokern ein wichtiges Risiko für den Handel ausgeschaltet.