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Iran und USA auf Konfrontationskurs

Die US-Aktienmärkte haben von ihren Allzeithochs in der vergangenen Woche ein wenig verloren. Die Erholung am Donnerstag wurde am Freitag von Aussagen seitens der US-Notenbank FED zunichte gemacht. Bei der anstehenden Notenbanksitzung am 31. Juli 2019 wird mit einer Senkung des amerikanischen Leitzinssatzes gerechnet. Die Märkte galoppierten während der vergangenen Wochen stets gen Norden. Dabei wurden Erwartungen hinsichtlich einer 0,5-Prozentpunkte Zinssenkung bereits in die Marktstände eingepreist, besonders nachdem sich verschiedene FED-Banker für eine Zinssenkung ausgesprochen hatten. Am Freitag gab es dann eine konträre Stimme seitens der FED. Der Bostoner FED-Chef Rosengren sagte, die Wirtschaft sehe nicht aus, als benötige sie eine Zinssenkung. Darauf hin rauschten die Aktienmärkte ab, weil die Hoffnung auf eine Zinssenkung im Umfang von 0,5 Prozentpunkten dadurch nicht gerade ansteigt.

Darüber hinaus bestimmten der Iran und die USA die Medien der vergangenen Woche. Es besteht nach wie vor Sorge darüber, ob der Konflikt demnächst eskalieren könnte. Die USA gaben an, eine iranische Drohne abgeschossen zu haben, die sich der US-Armee zu sehr genähert hatte, auch nach diversen Aufforderungen umzukehren. Überraschenderweise verzichtete US-Präsident Trump im Rahmen seines Statements auf die üblichen Bedrohungen und Beschimpfungen.

Die Quartalsberichtsaison ist derzeit in vollem Gange. Während einige Unternehmen die Analystenerwartungen übertroffen haben, gab es gleichzeitig auch verschiedene Enttäuschungen. Netflix als Beispiel verfehlte die Prognose von netto 5 Millionen neuen Abonnements deutlich. Lediglich netto 2,7 Millionen neue Abos konnte Netflix verkaufen. Der Aktienkurs brach seit den Nachrichten um über 13 Prozent ein. Für die neue Woche stehen unter anderem die Quartalsberichte von Amazon, Google, Facebook und Boeing an, allesamt Werte, die für Aktien, deren Nachrichten für reichlich Turbulenzen an den Märkten sorgen können. Zudem gesellt sich die Europäische Zentralbank mit ihrem Zinsentscheid in den Nachrichtenkalender. Hier wird das Wording Mario Draghis sehr wichtig, um die geldpolitisch Entwicklung in Europa einschätzen zu können.

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