Henkel Analyse vom 25.09.2019

Wettbewerbsposition und Geschäftsentwicklung der Henkel & Co. KGaA

Der Düsseldorfer Henkel-Konzern ist ein international bedeutender Hersteller in der Konsumgüterindustrie, welcher gut 50.000 Mitarbeiter beschäftigt. Operativ gliedert sich das Unternehmen in die drei Geschäftsfelder Wasch- und Reinigungsmittel sowie Schönheitspflege. Insgesamt verfügt das Unternehmen über eine breite Produktpalette, wobei den Bekannt von zahlreichen Marken wie Persil, Perwoll, Pattex und Schwarzkopf in vielen Ländern überdurchschnittlich groß ist.

Gegründet wurde die Firma bereits im Jahr 1876. Das erste Produkt war ein Waschmittel aus Wasserglas. An die Börse kam das Unternehmen im Jahr 1985 wobei Vorzugsaktien und Stammaktien des Unternehmens gehandelt werden. Hierbei sind die Vorzugsaktien der Firma im deutschen Leitindex DAX vertreten. Deshalb beziehen sich die folgenden Kennziffern in dieser Analyse konkret auf diese Gattung. Entscheidender Aktionär ist die Familie Henkel welche gut 61 Prozent aller Anteilscheine zuzurechnen sind.

In den vergangenen zwei Dekaden verzeichnet das Unternehmen in der Summe ein relativ deutliches Wachstum.  Wurden im Jahr 1999 11,4 Milliarden Euro umgesetzt, so belief sich diese Kennziffer im Jahr 2018 auf 19,9 Milliarden Euro. Stärker entwickelte sich der Nettogewinn, welcher im gleichen Zeitraum von 364 Millionen  Euro auf 2,31 Mrd. Euro nach oben schnellte. Mit einer vergleichsweise hohen Nettoumsatzrendite verfügt Henkel über eine starke Innenfinzierungskraft, was neben der Auskehrung einer Dividende zudem Wachstum durch externe Übernahmen möglich macht. Insgesamt ist die Firma gut finanziert, was auch einer Eigenkapitalquote von 57,4 Prozent deutlich wird. Dies erhöht tendenziell den Spielraum für Akquisitionen.

Übersicht Geschäftsentwicklung (Umsatz, EBIT und Nettogewinn jeweils in Mrd. Euro)

JahrUmsatzEBITNettogewinnAnzahl Aktien (Mio.)Gewinn Aktie
201618,72,782,054384,74 €
201720,03,062,524385,81 €
201819,93,122,314385,33 €

 

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Für das laufende Geschäftsjahr hat Henkel am 13.08.2019 ein Umsatzwachstum von lediglich null bis zwei Prozent in Aussicht gestellt und somit die Ursprüngliche Prognose von zwei bis vier Prozent gesenkt. Die Reduzierung wurde vorgenommen, da Henkel im zweiten Halbjahr keine Belebung der industriellen Nachfrage erwartet.

Entsprechend notiert die Aktie auf Zwölfmonatssicht spürbar im negativen Bereich. Insgesamt dürfte das Umsatzwachstum auch in den Jahren 2020 und 2021 relativ verhalten ausfallen, wobei die Margenentwicklung aber weiterhin stark sein sollte. Insgesamt verfügt Henkel über ein Portfolio mit einem hohen Markenwert, was den Wettbewerbsdruck für das Unternehmen etwas dämpft. Aufgrund der starken Stellung im Konsumgüterbereich ist Henkel eher als defensiver Titel einzustufen, weshalb das Papier tendenziell bei starken Kursrücksetzern an der Börse besser als der Leitindex DAX notiert.

 

 

 

Analystenschätzungen Konsens (Quelle Finanzen.net) bezogen auf den Aktienkurs vom 20.09.2019

JahrUmsatz Mrd. € (e)Nettogewinn Mrd. € (e)Umsatzrendite (e)KGV (e)Dividende je Aktie  (e)Div.-Rendite (e)
201920,42,3011,2 %16,01,902,15 %
202021,02,4011,4 %15,32,022,28 %
202121,52,5011,6 %14,62,102,38 %

 

Fazit und Einschätzung

Mit einem geschätzten 2019er-KGV von 16 und künftigen weiteren moderaten Nettogewinnsteigerungen ist die Aktie relativ fair bewertet. Insbesondere die üppigen Margen und der defensivere Charakter des Geschäftsmodells rechtfertigen einen Bewertungsaufschlag. Allerdings ist die Wachstumsdynamik beim Umsatz nur moderat, weshalb starke Kurssprünge bei dem Papier auch noch oben weniger wahrscheinlich sind. Deshalb stufen wir den Titel mit dem Urteil „Halten“ ein.

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