A

Aktien

Aktien sind Wertpapiere, die von Unternehmen herausgegeben werden. Mit dem Erwerb der Aktien erhält ein Käufer einen oder mehrere Anteile an einem Unternehmen. Der Aktionär lässt seine Aktienkäufe und -verkäufe in der Regel von einem Kreditinstitut verwalten. Er profitiert von der langfristigen Anlage und Kurssteigerungen. Die Dividenden, die ein Unternehmen auszahlt, erhöhen die Rendite und werden auf dem Aktiendepot gutgeschrieben. Beim Aktienkauf besteht jedoch auch immer ein Verlustrisiko, das durch den Kauf mehrerer Aktien von unterschiedlichen Unternehmen (im Fachjargon Streuung genannt) minimiert werden kann.

Anleihe

Eine Anleihe ist ein Wertpapier, das Forderungsrechte verkörpert. Im Sprachgebrauch werden Anleihen häufig als „Obligationen“, „Schuldverschreibungen“ oder „Rentenwerte“ bezeichnet. An der Börse spricht man in diesem Zusammenhang auch vom „Rentenmarkt“. Sowohl der Staat als auch Unternehmen verschaffen sich über Anleihen Fremdkapital. Kauft ein Anleger eine Anleihe, gewährt er dem Emittenten eine Art Kredit, den er zurückzahlen muss. Beim Erwerb einer Anleihe kann ein Anleger zwei Ansprüche geltend machen: Er kann sich sein eingesetztes Kapital am Ende einer vorab festgesetzten Laufzeit zurückzahlen und sich Zinsen auszahlen lassen.

Außerbörslicher Handel

Im außerbörslichen Direkthandel besteht die Möglichkeit, Wertpapiergeschäfte direkt mit einem Makler oder Emittenten durchzuführen. Die Aufträge werden hier nicht über die Börse getätigt. Der außerbörsliche Handel bietet Anlegern einige Vorteile. Durch den Wegfall der Börsenplatz-Gebühren fallen die Ordergebühren geringer aus. Auch die Maklercourtage entfällt. Die Handelszeiten sind in der Regel länger (Montag bis Freitag, 8 bis 22 Uhr). Der Festpreis ist niedriger und hängt nicht vom Ordervolumen ab. Der Handel von Fonds, Zertifikaten, Aktien und Optionsscheinen erfolgt innerhalb weniger Minuten.

Automatisierter Handel

Der Automatisierte Handel nimmt eine immer größere Position im Bereich der Börse ein. Der Grund: Anleger haben die Möglichkeit, ebenso wie die Profis zu handeln. Viele Broker bieten diese Variante deshalb mittlerweile an. Kostenlose Demos zeigen unerfahrenen Anlegern zunächst, wie das Prinzip funktioniert und erleichtern ihnen somit den Einstieg. Oftmals werden sogar die Kontoeröffnung und die Kontoführung kostenlos angeboten. Zu dem automatisierten Handel zählen auch Expert Advisors, die in einigen Fällen ebenfalls kostenlos sind. Dabei handelt es sich um eine Sammlung von Programmen beziehungsweise Anweisungen.

B

BaFin

Die am 1. Mai 2002 gegründete BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) ist ansässig in Bonn sowie Frankfurt am Main und als rechtsfähige Bundesanstalt zu betiteln. Ihre Aufgabe besteht darin, alle Bereiche des deutschen Finanzwesens zu kontrollieren. Sie nimmt alle Tätigkeiten und Funktionen ausschließlich „im öffentlichen Interesse“ wahr. Unter anderem soll sie als Finanzplatz zur Wettbewerbsfähigkeit und Stabilität Deutschlands beitragen. Ihre Hauptaufgabe ist die Aufsicht über den Handel mit Wertpapieren, Versicherungen und Banken. Die finanzmarktorientierte Finanzanstalt ist für Anbieter und Konsumenten gleichermaßen verantwortlich.

Baisse

Der Begriff Baisse kommt aus dem Französischen und bedeutet so viel wie “fallend” (en baisse). Hierbei handelt es sich um eine Phase, in der die Kurse stark rückläufig sind. Baisse („Bärenmarkt“) ist das Gegenteil von Hausse („Bullenmarkt“). Beide Begriffe stehen jeweils für das Ende einer längeren Phase. Sie entstammen dem englischen Sprachraum und wurden vermutlich im 19. Jahrhundert geboren. Der Ursprung des Bären- und Bullenmarktes lässt sich in der Zeit des amerikanischen Goldfiebers finden, als die Goldgräber einen Stier gegen einen Bären antreten ließen.

Börsenplätze

Börsenplätze sind Orte, an denen sich Börsen befinden. Deutsche Wertpapierbörsen sind zum Beispiel in Berlin, München, Frankfurt am Main, Düsseldorf, Stuttgart sowie Hannover und Hamburg zu finden. Die Frankfurter Börse gilt als Haupthandelsplatz und umfasst rund 90 Prozent des Gesamtumsatzvolumens für deutsche Anleihen und Aktien. Am großen Börsenplatz in Frankfurt gibt es außerdem die Finanzterminbörse EUREX (die weltweit größte Terminbörse für Optionen und Futures) und am Standort Hannover befindet sich die Warenbörse RMX. Am größten Börsenplatz eines Landes befindet sich jeweils der bekannteste Börsenindex.

Brokerage

Brokerage, auch Courtage genannt, ist die Vermittlungsgebühr für einen Broker, der an der Börse Devisen, Wertpapiere oder Waren auf Rechnung eines Kunden kauft oder verkauft. Im Allgemeinen ist also eine Dienstleistung gemeint, die mit der Erhebung einer Gebühr verbunden ist. Für Kunden wird das Discount-Brokerage immer bedeutsamer. Im Wertpapierhandel wurde es in erster Linie für Privatkunden erheblich vereinfacht. Auch die Kosten wurden gesenkt. Möglich gemacht wurde dies über das Online-Angebot des Wertpapierhandels, dem Online-Brokerage. So genannte Online-Broker bieten das Brokerage hier zu günstigen Konditionen an.

C

Candlestick

Der Begriff Candlestick steht für eine japanische Darstellungsform von Kursveränderungen. Candlestick ist ein Begriff für die Chartanalyse. Mit einem Candlestick-Chart können Kursverläufe von Aktien und weiteren Finanzprodukten dargestellt werden. Die Kursverläufe eines Tages werden so dargestellt, dass eine Kerze entsteht – die Differenz zwischen dem Eröffnungskurs und dem Schlusskurs. Die Kurse eines bestimmten Produktes werden in einem Rechteck miteinander verbunden. Mit Hilfe einer Linie wird der Tiefstkurs mit dem unteren Ende und der Höchstkurs entsprechend mit dem oberen Ende verbunden. Diese stellen die Dochte der Kerze dar.

CFDs

Die Abkürzung CFD steht für „Contract for Difference“. Dahinter verbergen sich beliebte, spezialisierte und börsenfreie Finanzprodukte (OTC – „Over the Counter“). Diese machen es Tradern möglich, auf einfache Weise eine breite Marktposition in zahlreichen Finanzmärkten einzunehmen. Die Trader handeln auf Kursänderungen, egal ob es sich um einen Index, eine Aktie, eine Anleihe oder einen Rohstoff handelt. CFDs sind geeignet, um hohe Renditen über Hebel zu erreichen oder andere Positionen entsprechend abzusichern (im Fachjargon “hedgen” genannt). Außerdem soll mit einem möglichst niedrigen Einsatz ein hoher Gewinn erzielt werden.

Charttechnik

Die Charttechnik analysiert historische Börsenkurse. Man könnte sie auch als Chart einer Aktie bezeichnen. Mit Hilfe von Charts soll Anlegern das Kaufen von Aktien erleichtert werden. Statistisch gesehen wiederholen sich die Börsengänge einer Aktie in gewissen Zeiträumen. Die Charttechnik zeigt als Wegweiser den jeweils optimalen Zeitpunkt zum Kauf oder Verkauf einer Aktie an. Darüber hinaus können alle relevanten Fakten aus der Vergangenheit und der Zukunft einem Chart entnommen werden. Für die Durchführung einer Analyse werden unter anderem der Umsatz eines Unternehmens, der Börsenverlauf und die Kursvitalität benötigt.

D

Daytrading

Daytrading ist ein Handelsgeschäft beziehungsweise eine Börsen-Spekulation, die innerhalb eines Tages erfolgt. An einem Tag, manchmal innerhalb weniger Minuten, werden Devisen, Derivate oder Wertpapiere gekauft und sofort wieder verkauft. Die kurzfristige Anlageart nutzt die Tageskurs-Schwankungen aus und soll damit einen schnelleren Gewinn erzielen. Der Nachteil besteht darin, dass die kurzfristigen Spekulationsgewinne steuerpflichtig sind. Gleichzeitig erheben die Banken hohe Gebühren. Diese zehren an den erzielten Gewinnen. Daytrading lohnt sich daher nur, wenn hohe Geldsummen für größere Handelsvolumen zur Verfügung gestellt werden.

F

Fonds

Der Begriff Fonds (oder Investmentfonds) stammt aus dem Französischen und wird mit „Kapital“ übersetzt. Fonds werden von Banken oder Investmentgesellschaften aufgelegt. An den erworbenen Werten können sich Anleger beteiligen. Man unterscheidet zwischen offenen und geschlossenen Fonds. Eine Beteiligung ist auf unterschiedliche Weise möglich. Anleger können sich für Einmalanlagen oder Sparplansparen entscheiden. Bei offenen Investmentfonds wird Kapital gesammelt, das entsprechend der festgelegten Anlageziele investiert wird. Aufgrund der Vielschichtigkeit der Investmentfonds steht Anlegern eine große Auswahl an Branchen, Anlageregionen und Strategien zur Verfügung.

Forex-bzw. Devisen

An einer Börse werden Aktien gehandelt. Jeder Anleger hofft dabei auf steigende Kurse, um Gewinne zu erzielen. An der Forex (Devisenhandel) können Anleger hingegen auch von fallenden Kursen profitieren, wenn sie einen Kursverlauf vorab richtig eingeschätzt haben. Gehandelt wird hierbei mit Devisenpaaren (zum Beispiel: Euro und Dollar). Verändert eine Währung ihren Wert, ändert sich die Höhe des Gesamtkurses. Der Umsatz hängt dann davon ab, ob auf einen steigenden Kurs (Long) oder einen fallenden Kurs (Short) gesetzt wurde. Der Forex-Markt gilt als äußerst fair und transparent.

FSA

Die am 7. Juni 1985 gegründete FSA (Financial Services Authority) ist die unabhängige britische Finanzmarktaufsichtsbehörde, die die Finanzdienstleistungsbranche im Vereinigten Königreich kontrolliert. In Canary Wharf (London) befindet sich der Hauptsitz, in Edinburgh eine Geschäftsstelle. Die vier Hauptziele der FSA sind im Financial Services and Markets Act verankert und lauten: Das Vertrauen in den Finanzmarkt soll aufrecht erhalten, das öffentliche Verständnis des Finanzsystem gefördert, der Konsumentenschutz sichergestellt und die Finanzkriminalität reduziert werden. Die FSA wird über die Börsen, Unternehmen und regulierten Finanzmärkte finanziert.

Futures

Neben Anleihen und Aktien können an der Börse auch Futures gehandelt werden. Dabei handelt es sich um Terminkontrakte, die sich auf bestimmte Aktien oder einen Index beziehen können. Futures werden in erster Linie nach ihrem Basiswert unterschieden. Es gibt Financial Futures, deren Basis Anleihen, Aktien, Indizes oder Währungen sind sowie Commodity-Futures, die Rohstoffe (Waren) als Grundlage haben. Der Käufer eines Futures verpflichtet sich dazu, ein bestimmtes Börsenprodukt, an einem bestimmten zukünftigen Termin, in einer bestimmten Anzahl und zu einem bestimmten Aktienkurs zu kaufen beziehungsweise zu verkaufen.

H

Handelsplattformen

Die Börsenlandschaft wird immer größer und vielseitiger. Viele Trader, Investoren oder Anleger suchen heute nicht mehr die eigene Hausbank auf, um ihre Transaktionen zu tätigen. Sie verfügen über ein Depot und ein Konto bei einem Online-Broker. Wertpapiere lassen sich auf diese Weise schnell über das Internet anfordern. Die Werte im Depot können ständig beobachtet werden und die Anleger können auf alle Eventualitäten sofort reagieren. Neben dem Handel mit Zertifikaten und Anleihen erfreuen sich auch der Handel mit Rohstoffen und der Devisenhandel zunehmender Beliebtheit.

Hausse

Unter dem Begriff Hausse ist ein starker und lang anhaltender Anstieg der Wertpapierkurse zu verstehen. In der Hausse ist es möglich, Wertpapiere zu kaufen, um Gewinne zu erzielen. Das Gegenteil von Hausse ist Baisse, nämlich eine lang anhaltende Phase, in der die Kurse sinken. Hier tendieren die meisten Börsenteilnehmer zum Verkauf von Wertpapieren, um weniger Geld zu verlieren. Die beiden Begriffe gehören zu den zahlreichen Fachausdrücken an der Börse. Sie stellen die aktuelle Kurssituation dar, also das Ansteigen oder Sinken eines Kurses.

L

Leerverkäufe

Leerverkäufe werden für die Finanzmärkte vielmals als Bedrohung angesehen. Für viele „Zocker“ sind sie jedoch ein Paradies. Leerverkäufer setzen auf fallende Kurse. Sie leihen sich Aktien, zahlen dafür eine geringe Gebühr und verkaufen sie wieder. Gelingt ihre Wette, erwerben sie die Papiere später günstiger und geben sie dem Verleiher zurück. Der Gewinn ist die Differenz zwischen dem Verkaufs- und dem Rückkaufpreis. Leerverkäufe gelten als hochspekulative Börsengeschäfte. In Teilen Deutschlands sind sie bereits verboten. Für bereits schwächelnde Aktien können sie im schlimmsten Fall einen Abwärtstrend bedeuten.

Leverage / Hebel

Der so genannte Forex-Trading-Leverage macht es Privatanlegern möglich, auch mit „kleinem Geldbeutel“ Investitionen zu tätigen. Leverage wird auch als Hebel bezeichnet, den der eine oder andere aus dem Bereich der Zertifikate und Optionen kennt. Der Leverage könnte als Kredit betrachtet werden, der von einem Forex-Broker an einen Anleger vergeben wird. Mit diesem Kapital kann dieser dann mit Devisen handeln. Am Devisenmarkt gibt es häufig ein Mindestvolumen, weshalb ein Handeln ohne Kredit für viele Anleger undenkbar wäre. Das Volumen muss sich dabei auf mindestens 10.000 Euro belaufen.

M

Market Maker

Im Forexhandel ist immer wieder die Rede von einem Broker. Die grundsätzliche Aufgabe des Brokers besteht darin, eine Kundenorder an die entsprechende Börse weiterzuleiten und darauf zu achten, dass diese ordnungsgemäß ausgeführt wird. Doch sind Broker immer gleich Broker? Nein. Denn zumeist handelt es sich bei Forex Brokern schlichtweg um Market Maker. Man könnte sie als Börsenteilnehmer bezeichnen, die sich darum kümmern, dass ausreichend Liquidität im Markt vorhanden ist und die sich ebenso um die direkte Orderabwicklung der Kunden kümmern.

Margin

Unter Margin ist eine Sicherheitsleistung zu verstehen, die zumeist durch einen Broker beim Handel von CFDs, Devisen und Futures vom Trader eingefordert wird. Sie gewährleistet, dass der Besitzer einer Kauf- oder Verkaufsposition seiner Verpflichtung nachkommen kann, wenn sich ein Kurs negativ entwickelt. Das Eigenkapital eines Margin-Kontos ergibt sich aus den täglichen Gewinnen und Verlusten der offenen Positionen. Unterschieden werden die Initial-Margin (Einschuss-Margin) und die Maintenance-Margin (Nachschuss-Margin). Die Einschuss-Margin wird zumeist bei der Kontoeröffnung fällig. Die Nachschuss-Margin kann durch den „Margin-Call“ abgerufen werden.

N

Nebenwerte

Unter Nebenwerten sind Aktiengesellschaften zu verstehen, die geringe Börsenumsätze oder einen geringen Börsenwert aufweisen, deren Aktien keinem internationalen Index (wie dem Aktienindex DAX) angehören, oder die Aktien solcher Gesellschaften. Alle übrigen Aktien und Aktiengesellschaften fallen in den Bereich Standartwerte. Nebenwerte werden in Mid Caps (mittelhoher Börsenwert), Small Caps (geringer Börsenwert) und Micro Caps (Kleinstwert) unterteilt. Bei 95 Prozent der deutschen und internationalen Aktiengesellschaften handelt es sich um Nebenwerte. Investoren können hier auf eine größere Aktienauswahl als bei den Standardwerten zurückgreifen.

No-Dealing-Desk

Dealing-Desk-Broker werden auch Market Maker genannt. Sie bieten einen fixen Spread an, der sich weit über dem Marktspread befindet. Zwar können Anleger hier auch kostenlos handeln, doch den Spread bestimmt der Broker. Einige Dealing-Desk-Broker handeln nicht im Interesse ihrer Kunden, sondern gegen sie. Da solche Broker eher auf Verluste spekulieren, sind so genannte No-Dealing-Desk-Broker für Anleger besser geeignet. Der Handel ist liquider, das Geld wird tatsächlich im Forex-Interbankenhandel hinterlegt und es wird nur gegen andere Marktteilnehmer gehandelt. No-Dealing-Desk bedeutet also, dauerhaft und fair Gewinne zu erzielen.

O

Optionen

Optionen (lateinisch “optio”, deutsch “der freie Wille”) sind auf den zahlreichen Finanzmärkten in unterschiedlichen Erscheinungsformen zu finden. Allein ihrer Beschaffenheit nach lassen sie sich in Kaufoptionen („call option“) und Verkaufsoptionen („put option“) unterteilen. Der Käufer einer „call option“ zahlt an den Verkäufer der Option einen Optionspreis und erhält das Recht, eine vorher festgelegte Menge eines Wirtschaftsgutes zu einer bestimmten Frist, zu einem bestimmten Preis kaufen zu dürfen. Der Käufer einer „put option“ erhält das Recht, ein entsprechendes Wirtschaftsgut gegen Bezahlung verkaufen zu dürfen.

Orderarten

Ein Wertpapierauftrag über einen Online-Broker kann nicht immer 1:1 umgesetzt werden. Der Umfang und die Art des Auftrages hängen immer auch davon ab, ob mögliche Handelspartner bereitstehen und wie sich der Markt entwickelt. Deshalb kommt es vor, dass eine Order nicht mit dem gewünschten Ergebnis ausgeführt wird. Um unerwünschten Ergebnissen vorzubeugen, kann auf verschiedene Orderarten (zum Beispiel: “One cancels other”, “Take Profit Order”, “Limit Buy Order”) zurückgegriffen werden. Ein Grundwissen über derartige Orderzusätze ist vor allem dann notwendig, wenn elektronische Handelsplattformen verwendet werden.

R

Rohstoffe

In der Volkswirtschaftslehre werden Rohstoffe als unbearbeitete Grundstoffe betrachtet, die durch den Rohstoffabbau (Primärproduktion) gewonnen werden. Dabei kann es sich um Erzeugnisse aus der Landwirtschaft, der Fischerei oder der Forstwirtschaft handeln. Auch die Gewinnung von natürlichen Mineralien zählt hierzu. Grundstoffe können in ihrer natürlichen Form verwendet oder für den Verkauf auf dem internationalen Markt entsprechend modifiziert werden. Die Betriebswirtschaftslehre definiert Rohstoffe als Grundstoffe, die im Rahmen des Produktionsprozesses in ein Erzeugnis einfließen. Dabei bilden sie den materiellen Hauptbestandteil des Erzeugnisses.

S

Scalping

Scalping kann als Handelsstrategie bezeichnet werden. Hierbei versucht der Trader, mehrere kleine Gewinne (Häppchen-Gewinne) mit Preisveränderungen zu erzielen. Ein Scalper nimmt zumeist fünf bis zehn Pips, er setzt sich damit einen recht tiefen Take-Profit. Zumeist hält er eine Position nur wenige Stunden oder Minuten. Beim Forex-Scalping sind Scalper direkte Konkurrenten der Market Maker. Dies bringt ihnen einige Nachteile: weniger Kapital und Informationen sowie eine langsamere Technologie. Ein erfahrener Scalper kann mit den richtigen Strategien allerdings trotzdem viel Geld generieren, wenn er die Signale entsprechend zu deuten weiß.

Seltene Erden

Seltene Erden sind Mineralien, die die bislang kaum bekannten Elemente Samarium, Neodym, Scandium, Lanthan oder Yttrium enthalten. Diese werden in erster Linie für die Herstellung von Katalysatoren, Hybridautos, Spezialgläsern oder Metalllegierungen eingesetzt. Jedoch finden sich immer mehr Anwendungsgebiete, was die Rohstoffe außerordentlich wertvoll macht. Zunehmend werden sie beispielsweise als Futter und Düngemittel verwendet, was in China bereits zu Mehrerträgen und einer besseren Futterverwertung geführt hat. In Europa ist eine derartige Nutzung noch nicht erlaubt, da die Wirkungsmechanismen noch nicht ausreichend erforscht wurden.

STP Broker

Bei einem STP Broker (“Straight Through Processing”) werden die Orders auf direktem Weg von den Kunden an die Liquiditätsbanken weitergeleitet. Die meisten STP Broker arbeiten mit einem Liquiditätsprovider aus dem Interbankenverbund zusammen. Der Vorteil dieser Orderabwicklung liegt darin, dass die Kunden sogleich am Interbankenhandel teilnehmen können. Die Orders werden also ohne Einwirkung eines Brokers direkt ausgeführt. Einige STP Broker werben zum Teil aber auch mit „Straight Through Processing“ und bilden dann eine Mischform zwischen STP und DD Broker. Sie agieren dann auch als so genannte Market Maker.

Swing Trading

Swing-Trading bedeutet, von den Kurssteigerungen einer Aktie zu partizipieren, wenn eine wichtige Unterstützungsmarke erreicht wurde. Unterstützungsmarken oder Widerstände werden zumeist mit Tages- oder Wochencharts ermittelt. Wenn eine Marke erfolgreich ermittelt und getestet wurde, wird ein Trade ausgeführt. Im Zuge eines Tests erfolgt häufig eine Kursbewegung in die andere Richtung, die ein Trader ausnutzt. In der Regel wird eine Position beim Swing-Trading zwischen drei und fünf Tagen gehalten und anschließend geschlossen. Die besten Trading-Chancen lassen sich mit 15-Minuten- oder Tages-Charts finden.

T

Technische Analyse

Die Technische Analyse hat die Aufgabe, die künftige Entwicklung eines Wertpapiers oder eines anderen Wirtschaftsgutes aus dem vorherigen Kursverlauf zu ermitteln. Damit sollen frühzeitig Verkaufs- oder Kaufsignale erkannt werden. Die Technische Analyse ist auch als „Chartanalyse“ bekannt. Durch Chartformationen wird versucht, geeignete Verkauf- und Kaufzeitpunkte festzumachen. Wissenschaftlich kann die Charttechnik nicht belegt werden. Dennoch hat sie sich an der Börse bereits fest etabliert. Eine ertragreiche Investition für ein Unternehmen ergibt sich vor allem dann, wenn sich die Technische und die Fundamental-Analyse ergänzen.

Trading

Das Wort Trading („handeln“) fällt immer wieder im Zusammenhang mit dem Thema Börse. Trading ist eine Handelsart, die durch Spekulationen versucht, Preisschwankungen auszunutzen. Dabei werden Zinsen, Rohstoffe, Wertpapiere oder Währungen kurzfristig ge- und verkauft. Der Zeitraum für das Trading kann im Sekunden- aber auch Wochenbereich liegen. Abhängig davon gibt es unterschiedliche Trading-Strategien. Deshalb sollten Trader wissen, in welchem Zeithorizont sie handeln möchten. Bei kurzzeitigen Trading-Aktionen, die nur kleine Preisbewegungen ermöglichen, wird häufig der „Hebel“ eingesetzt. Einzelne Teile werden hierbei durch Kredite (Fremdkapital) finanziert.

Z

Zinsen

Zinsen sind das Entgelt für eine bestimmte Geldsumme, die für einen gewissen Zeitraum zur Verfügung gestellt wird. Dies gilt auch für unterschiedliche Gegenstände. Deshalb werden Zinsen nicht nur in einer Bank erhoben, sondern können ebenso in anderen Bereichen anfallen. Im Bankwesen spricht man von Soll- und Habenzinsen (Aktiv- und Passivzinsen). Aktivzinsen erhalten die Banken und Kreditinstitute von ihren Kunden. Passivzinsen sind Zinsen, die für Einlagen gutgeschrieben und an die Kunden ausgezahlt werden. Rechtlich betrachtet werden gesetzliche und vertraglich vereinbarte Zinsen unterschieden.

Zertifikate-Emittenten

Mit Zertifikaten können Anleger stets gute Renditen erzielen und das unabhängig davon, in welche Richtung sich ein Markt entwickelt. In erster Linie kommt es darauf an, ein gutes Gefühl für eine bestimmte Marktrichtung zu haben. Dementsprechend kann ein Anleger ein passendes Zertifikat auswählen und je nach Funktion und Produkt an der Basiswert-Entwicklung teilhaben. Zertifikate-Emittenten legen diverse Produktarten wie Anleihen, Optionsscheine und Zertifikate auf. Sie wählen insbesondere Arten wie Index-, Hebel-, Discount- oder Bonus-Zertifikate. Einige von ihnen sind darüber hinaus auch im außerbörslichen Handel als so genannte Market Maker tätig.

Zertifikate

Hinter Zertifikaten verbergen sich Wertpapiere, mit denen die Anleger eine Art Finanzwette eingehen können. Im Grunde handelt es sich um eine Schuldverschreibung. Das Verlustrisiko bei Zertifikaten ist sehr hoch. Fällt der Emittent aus, kann im schlechtesten Fall die gesamte Geldanlage verloren gehen. Wie beim Aktienkauf gibt es also auch bei Zertifikaten keine Erfolgsgarantie. Und nach der Griechenland-Krise gelten selbst Staatsanleihen der Europäischen Union nicht mehr als sicher. Wer Zertifikate kaufen möchte, sollte wissen, dass diese vorrangig als Finanzwetten konzipiert wurden.

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