Was sind japanische Candlesticks?

Um eine spezielle Darstellungsform von Kurscharts handelt es sich bei den japanischen Candlesticks. Ursprünglich wurde diese Darstellungsform im Handel von Reis entwickelt. Als erster westlicher Broker hat Steve Nison sich mit dieser Technik eingehend beschäftigt und seine Erkenntnisse aufgeschrieben. Seit den 90 Jahren gehören japanische Candelsticks zur populärsten Darstellungsform bei Kurschafts im Forex Handel.

Wie bei einem normalen Candlestick können in einem Chart vor allem die folgenden vier Informationen abgelesen werden: Eröffnungskurs, Schlusskurs, höchster erreichter Kurs sowie niedrigster erreichter Kurs. Für den Zeitraum, für den diese Informationen in einem Candlestick geliefert werden, gibt es keinen allgemein verbindlichen Rahmen. Dieser kann vom Trader frei gewählt werden. Eröffnungskurs und Schlusskurs werden dabei in einem Rechteck (body) dargestellt. Die im Handelsverlauf im definierten Zeitrahmen erreichte Schwankungsbreite wird dagegen in einer Linie dargestellt. Diese Linien werden auch als Shadows bezeichnet. Der höchste erreichte Kurs wird vom oberen Ende dieser Linie wiedergegen, das niedrigste Kursniveau vom unteren Ende. Um die Richtung der Kursentwicklung zwischen Eröffnung und Schluss darzustellen, werden entweder leere oder farbig gefüllte Bodies verwendet. Ist der Body nicht gefüllt, liegt der Schlusskurs über dem Eröffnungskurs. Ist der Body dagegen eingefärbt, liegt der Schlusskurs unter dem Niveau der Eröffnung.

Aus einer ganzen Reihe von japanischen Candlesticks können auch sehr komplexe Kursverläufe mit vielen Informationen dargestellt werden. Sowohl der gesamte Betrachtungszeitraum, als auch der zeitliche Rahmen für einen einzelnen Candelstick können jeweils frei gewählt werde. Aus diesem Grund eignet sich die Darstellungsform der japanischen Candlesticks sowohl für die langfristige Analyse für strategische Investoren, also auch für kurzfristig orientierte Marktteilnehmer.

Unter Börsenhändlern haben sich die japanischen Candlesticks als gängige Darstellungsform durchgesetzt, da sie im Gegensatz zu einfachen Liniendiagrammen deutlich mehr Informationen enthalten und trotzdem ohne umfassende Vorkenntnisse sehr einfach und schnell gelesen werden können.

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