Werde ein besserer Investor

Für jede Situation einen Plan!

Es ist überaus wichtig einen guten Plan für jede denkbare Situation in der Schublade zu haben. Denk dir das “gut” erstmal weg. Wichtig ist einen Plan zu haben, verbessern kann man ihn später immer noch. Ich denke nach vielen Jahren auch noch immer nach, ob ich Kleinigkeiten verbessern kann.

 

Wenn du vorher darüber nachgedacht hast, was zu tun ist, wenn etwas schief geht, kannst du viel gelassener an die Sache herangehen, als die meisten privaten Investoren es tun. Wenn du weißt was zu tun ist, gibt es keine bösen Überraschungen und infolgedessen auch keine Panik deinerseits.

 

Die Dringlichkeit einen Plan zu haben

Meiner Meinung nach geht es beim Investieren genau darum. Wenn morgen ein großer Einbruch an den Aktienmärkten stattfinden sollte, und meine gehaltenen Aktien sich im Wert halbieren, weiß ich genau was zu tun ist. Ich muss nicht spekulieren, wie es weiter geht, da ich einen Plan für solche Ereignisse habe. Ich würde nicht darauf hoffen müssen, dass sich mein Basiswert wieder erholt oder sogar noch billiger wird. Ich kann sofort reagieren, wenn das mein Plan vorsieht.  

Ich bin ein Fan von Warren Buffett. Wenn er Qualität in einem Unternehmen sieht, kauft er gerne bei Abverkäufen nach. Unternehmen, die infolge eines Crashs oder einer gewöhnlichen Marktkorrektur plötzlich unterbewertet sind können langfristig eine Goldgrube sein. Es geht hier nicht darum den Boden in einer Aktie zu finden, sondern nur darum welchen Preis ich bereit bin dafür zu bezahlen. Auch Warren Buffett kann den Boden einer Aktien nicht finden, aber er weiß was er für eine Aktie zahlen möchte. Man könnte sagen: Er hat einen Plan. Buffett denkt gerne langfristig, und das tue ich auch. Meine Optionsstrategien beziehen sich auf den mittelfristigen Anlagehorizont, allerdings denkt mein Kopf langfristig, immer mit einem Plan im Hinterkopf.

Wenn ich mit einer Aktie falsch liege, und sie fällt viel weiter als vorher angenommen, ist das kein Problem für mich. Ich habe viele Strategien im Kopf, wie ich mit diesen Situationen umgehen kann. Zum Beispiel könnte ich meine Puts zurückkaufen, und hinunter rollen, oder ich akzeptiere die Aktien zum vorher definierten Ausübungspreis und kassiere die nächste Dividende. Ich könnte mich auch dafür entscheiden Covered Calls auf dieses Aktienpaket zu verkaufen um mehr Prämie zu generieren oder ich nutze eine Kombination aus allen vorhandenen Strategien.

Das Problem, welches so viele Anleger haben, ist das kurzfristige Denken. Sie befürchten, dass der Markt um sie herum zusammenbrechen wird. Aktienbewertungen werden einbrechen. Am Ende halten sie Optionspositionen oder Aktienpositionen an Unternehmen, die sie eigentlich nicht besitzen wollten.

 

Jeder Investor muss herausfinden, wo seine persönliche Komfortzone liegt. Ich bin der Meinung, dass es keinen Sinn macht sein komplettes Vermögen in Aktien zu stecken. Stattdessen sollte man eine gute Mischung finden, womit man sich wohl fühlt. Ich habe immer einen Teil in Aktien investiert, auf die ich Covered Calls schreiben kann. Ein Teil liegt in Cash am Depot, um weitere Aktien zu kaufen, falls meine Puts ausgeübt werden sollten. Man sollte sich aber auch Gedanken machen, ob es nicht sinnvoll sein könnte, in Anlagen zu investieren, die steigen wenn Aktien fallen. Um wirklich vollends entspannt zu bleiben sollte man einfach das große Ganze betrachten.

Das Cash im Depot dient natürlich dazu ruhig zu bleiben, wenn es wirklich einmal kracht. Immer etwas Cash vorhanden zu haben, bedeutet auch, dass der Investor seine vorhandenen Aktien nicht verkaufen muss. Stattdessen könnte er in fundamental gesunde Unternehmen seinen Durchschnittspreis senken und weiter Puts und Calls darauf handeln.

 

Lass das Rauschen weg

Ich rate dringend dazu einen Schritt weiter weg zu gehen vom täglichen Rauschen der Finanzmärkte. Kurse bewegen sich nun mal auf oder ab. Niemand kann sagen wohin sich eine Aktie in den nächsten Wochen oder Monaten bewegen wird, dafür gibt es einfach zu viele Einflussfaktoren. Das müssen wir aber auch nicht wissen. Wie du schon gelesen hast, brauchst du einfach einen klaren Plan, der alle Situationen abbildet.

Lass dich aber nicht vom täglichen Auf und Ab an der Börse verrückt machen. Gerade im Optionshandel wirst du wahnsinnige Preisunterschiede deiner Optionsprämien sehen. Konzentriere dich aufs wesentliche: Deine gewählten Aktien, die fundamentalen Daten und den Preis zu dem du kaufen/verkaufen würdest.

 

Mache dir realistische Erwartungen

30 oder 40 Prozent Rendite pro Jahr ist zwar möglich, habe ich auch schon geschafft, allerdings wird es nicht jedes Jahr klappen. Erwarte also nicht so hohe Renditen, und sei froh, wenn du langfristig dein Kapital jedes Jahr positiv verzinsen kannst. Mit Durchschnittlich 10 bis 12 Prozent pro Jahr bist du sehr gut beraten. Dies ist relativ einfach zu erwirtschaften, ohne dass du dir jeglichen Druck machst.

Anstatt an hohe jährliche Renditen denk lieber daran, was der Zinseszins aus deinem Kapital im Laufe der Zeit macht. Du musst auf dein Kapital aufpassen, auch wenn das heißt, dass in einem Jahr vielleicht weniger Profit gemacht wird. Auf die Jahre aufgerechnet wirst du somit relativ bald ein kleines Vermögen aufgebaut haben.

Investieren ist keine Raketenwissenschaft. Alles was du brauchst ist ein gutes Verständnis von deinen Finanzinstrumenten und einen allumfassenden Plan, was in jeder Situation zu tun ist. Hier auf der Website, die laufend ergänzt wird, stelle ich dir im Laufe der Zeit meinen kompletten Plan vor.

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