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FED-Protokoll und Jackson-Hole-Meeting voraus

Ähnlich der Vorwoche konnten starke Abverkäufe, diesmal aufgrund der Invertierung von Amerikas Zinsstrukturkurve als signifikantes Alarmsignal für eine drohende Rezession, zum Ende der Woche hin weitgehend egalisiert werden. Neue Tiefs, die einen Abwärtstrend auf Tagesbasis hätten entstehen lassen, gab es in den US-Indexen nicht. Im Dax hingegen ist der größere Aufwärtstrend nun deutlich gebrochen und eine etwas kleinerer Abwärtstrend hat sich gebildet. Der Eurostoxx tendiert seitwärts, hier hat sich aber der Abwärtstrend analog zum Dax noch nicht deutlich herausgebildet.

In der letzten Notenbanksitzung der FED gab es eine erstmalige Zinssenkung seit der weltweiten Finanzkrise um 25 Basispunkte. Am bevorstehenden Mittwoch wird das Protokoll ebendieser Sitzung veröffentlicht, aus dem heraus sich die Marktteilnehmer Hinweise erhoffen, wie die FED geldpolitisch weiter agieren wird. Entscheidend wird sein, ob es Informationen dazu gibt, ob es sich um eine kurzfristige Anpassung der Zinsen handelt, oder die FED längerfristige Zinssenkungen umzusetzen gedenkt. Je nach dem könnte das die Märkte heftig durcheinanderwirbeln, weil die Notenbanken in den letzten Jahren diejenigen Institutionen mit dem größten Einfluss auf die Märkte sind.

Am Samstag steigt ein weiteres Event, das die Märkte Jahr für Jahr mit Argusaugen beobachten: das Jackson Hole Symposium, ein von der US-Notenbank FED jährlich organisiertes Treffen, bei dem geldpolitische Fragestellungen in Zentrum stehen. Hier wird FED-Chef Powell zur aktuellen Zinssituation und zum Ausblick der FED Stellung nehmen. Ähnlich einer turnusmäßigen FED-Pressekonferenz wird Powell auch hier seine Worte sehr gut wählen müssen, weil ihm Marktteilnehmer der ganzen Welt zuhören werden.

Weitere wichtige Nachrichten der neuen Woche sind die EU-Inflationszahlen am Montag und Australiens Notenbankprotokoll am Dienstag. Außerdem veröffentlicht die EZB am Donnerstagmittag, analog zur FED am Mittwochabend, ihr Notenbankprotokoll. Am Freitag sind schließlich die Zahlen des US-Immobilienmarktes zu beachten.

Informationen bereitgestellt von ATT-Trading

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